Was regelt die Trinkwasserverordnung?

Die Trinkwasserverordnung regelt in Österreich die Anforderungen an die Qualität des Wasser für den menschlichen Gebrauch.

Dabei werden die erlaubten Konzentrationen von zahlreichen chemischen und hygienischen Parametern geregelt.  Pestizide werden zum Beispiel nur überwacht, deren Vorhandensein in einer bestimmten Wasserversorgung anzunehmen ist.

Der Wasserversorger ist daher verpflichtet Ihnen bis zu Ihrem Hausanschluss das Trinkwasser in diesen einzuhaltenden Grenzwerten zu liefern. Rechtlich bedeutet dies, dass Sie ab der Hausanschlussleitung die Verantwortung über die Qualität des Wassers übernehmen.

Quelle:
Bundeskanzleramt der Republik Österreich
Gesamte Trinkwasserverordnung

Pestizide im Grundwasser

Als Pestizide oder Pflanzenschutzmittel werden chemische Substanzen bezeichnet, die Pflanzen oder Pflanzenerzeugnisse von Schadorganismen schützen, indem sie diese abtöten, vertreiben oder in Keimung, Wachstum und Vermehrung hemmen. Unterteilt werden Pestizide je nach ihren Zielorganismen vor allem in Insektizide (gegen Insekten), Fungizide (gegen Pilze) oder Herbizide (gegen Unkraut). Durch die Aufbringung von Pflanzenschutzmitteln können verschiedene Substanzen bzw. deren Abbauprodukte, sogenannte Metaboliten, über Auswaschungsprozesse in das Grundwasser gelangen.

Quelle: 
Umweltbundesamt - Pestizide im Grundwasser

Antibiotika im Grundwasser

Antibiotika werden in der Human- und Veterinärmedizin gegen Infektionen durch Bakterien oder durch Protozoen (tierische Einzeller) eingesetzt. Sie sind im breiten Spektrum der Pharmazeutika von besonderer Bedeutung, da ihr Vorkommen zu einer Ausbreitung von Resistenzen in human-pathogenen Mikroorganismen beitragen kann.

Die Eintragspfade von Human- bzw. Veterinärantibiotika in das Grundwasser sind unterschiedlich: Humanantibiotika werden nach der Einnahme zum Teil unverändert oder in Form von Metaboliten ausgeschieden. Sie werden in der Abwasserreinigung nicht vollständig entfernt und können auf diesem Weg in Fließgewässer bzw. das Grundwasser gelangen. Veterinärantibiotika hingegen können durch Versickerung und Abschwemmung in das Grund- und Oberflä- chengewässer gelangen, wenn landwirtschaftliche Nutzflächen mit Wirtschaftsdüngern behandelt werden.

Zahlreiche internationale Forschungsprojekte (unter anderem in Deutschland und der Schweiz) belegen, dass Human- und Veterinärantibiotika im Grundwasser nachweisbar sind.

Quelle:
Umweltbundesamt - Antibiotika im Grundwasser

Nitrat im Grundwasser

Nitrat ist ein essentieller Nährstoff für Pflanzen und wird daher in der Landwirtschaft als Düngemittel eingesetzt. Überschüsse an Nitrat, die von den Pflanzen nicht aufgenommen werden können, sammeln sich im Boden an. Bei Schneeschmelze oder Regen wird das Nitrat mit dem versickernden Wasser in tiefere Bodenschichten und schließlich ins Grundwasser ausgewaschen, bzw. können auch Einträge ins Oberflächengewässer erfolgen. Höhere Konzentrationen stammen v. a. aus der Landbewirtschaftung sowie aus Abwasserversickerungen.

Quelle:
Umweltbundesamt - Nitrat im Grundwasser

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